Rene Adler: Wohin geht der Weg?

30. Sep 2011


Im Juni noch bei der Nationalelf: Rene Adler

Einst die Nummer Eins im deutschen Tor, muss René Adler mittlerweile sogar um seine Vertragsverlängerung bei Bayer Leverkusen bangen. Nach seiner derzeitigen Verletzung wird er voraussichtlich erst im Jahr 2012 wieder voll einsatzbereit sein, was ihm nicht unbedingt zu Spielpraxis verhilft.

Steckbrief Adler

Am 15.1.1985 wird er in Leipzig geboren und schon zum dritten Geburtstag kriegt er seine ersten Fußballschuhe, die Handschuhe folgten übrigens zum sechsten Geburtstag. Auf seiner Homepage verrät er, dass sein großes Vorbild Peter Schmeichel ist. Unter Anderem. Man könnte also sagen, dass Adler seinen Kindheitstraum sehr zielstrebig verwirklicht hat. Torwart in der ersten Liga und häufige Einsätze als Keeper für die Nationalmannschaft. Doch wie man bestens an seinem Kollegen Manuel Neuer sehen kann, verlaufen Sportlerkarrieren nicht immer berechenbar. Oder wird Neuer schon in seiner Kindheit als Schalke Ultra von einer Verpflichtung bei Bayern München geträumt haben? Nein. Ähnlich wie René Adler nicht davon geträumt haben wird schon mit 26 nicht mehr das ganz heiße Eisen zu sein. Seine Verletzung zwingt ihn noch bis 2012 auf die Bank und so wie es aussieht, wird Bayer Leverkusen seinen Vertrag höchstens um ein Jahr verlängern. Vielversprechender klingen da Gerüchte um einen Wechsel zum HSV, der gerade selbst mehr gebeutelt als erfolgsverwöhnt ist. Ein Gerücht, das von HSV-Fans ziemlich positiv aufgefasst wird, aber deswegen nicht realer wird. Vielleicht sollte sich René Adler gleich zwei Wohnungen in Hamburg mieten, eine direkt am Stadion, die andere am Flughafen, falls aus Hamburg doch nichts werden sollte.

To be continued …

Adler selbst hat keineswegs resigniert, er kämpft für sein Comeback und will es unbedingt. Die Umstände sprechen nicht unbedingt dagegen, aber der Fußball-Zirkus ist und bleibt ein hartes Geschäft. In Leverkusen wurde Adler die Position als Nummer Eins im Tor von einem 19-jährigen streitig gemacht. Junge Talente gibt es nun mal viele, doch die Frage ist, wie kontinuierlich sich dieses Talent abrufen lässt und wie widerstandsfähig der Sportler ist. Wer stolpert wird nur in wenigen Fällen von einem Mentor oder Förderer geduldig an die Hand genommen. Besonders hart kommt der Fall, wenn er auf einen Hype folgt. Im Nationaldress ist nämlich Tim Wiese erst einmal an Adler vorbeigezogen.

Bild: Steindy cc-by-sa 3.0

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